Island ist das am dünnsten besiedelte Land in Europa (3,1 Einwohner pro Quadratkilometer). Unser Reisetipp Island für Naturliebhaber und jene, die noch unberührte Natur suchen. Fast 80 Prozent des Landes sind unbewohnt und bestehen aus Hochebenen, Bergen und fruchtbaren Ebenen.

Nordlichter über Island

Es gibt viele lange, tiefe Fjorde und Gletscher, darunter Europas größter Eiskoloss  Vatnajökull. In Island ist mehr Landfläche mit Gletschern bedeckt als im Rest Europas. Wasserfälle, Geysire, Vulkane, schwarze Sandstrände und weltfremd anmutende, dampfende Lavafelder sind charakteristisch für Island.

Das Reiseklima auf Island

Obwohl Reykjavik die weltweit nördlichste Hauptstadt ist, wird Island vom Golfstrom erwärmt, was zu einem erstaunlich milden Küstenklima führt. Das Wetter wird auch durch die Ostgrönlandpolaren beeinflusst, die aktuell die Nord- und Ostküste südöstlich umrunden. Die durchschnittliche Temperatur im Sommer in Reykjavik liegt bei 10,6 Grad Celsius und im Juli bei Höchstwerten von 24,3 Grad Celsius.
Am wärmsten sind die Monate Juni bis September, wenn die Besucher die Mitternachtssonne erleben können. Islands kälteste Monate sind November, Dezember und Januar, wenn die durchschnittliche Temperatur in Reykjavik wie in New York City bei etwa bei 0 Grad Celsius liegt. Am besten kann das Wetter in Island aber als wechselhaft beschrieben werden. Durch Islands
extreme geografische Lage können Sonne und Regen durchaus gleichzeitig auftreten.

 Skogarfoss - die Wasserfälle mit beeindruckendem Panorama

Die Hauptstadt Islands – REYKJAVÍK

Die lebendige Hauptstadt von Island ist Reykjavik (wörtlich: „rauchende Bucht“). Die kleine Bucht, in der die Stadt entstanden ist, erhielt ihren Namen im Jahre 874 von ihrem ersten Siedler Ingòlfur Arnarson. Gemäß einer alten Sitte warf Arnarson die Pfeiler seines ehemaligen Hauses aus Norwegen ins Meer, um dort seinen neuen Wohnsitz aufzubauen, wo sie angeschwemmt werden würden. Er fand seine Pfeiler in Reykjavik und kam auf den Namen, als er dort heißen Dampf aus Quellen steigen sah. In Reykjavik und Umgebung leben 118.000 Menschen. Die Stadt liegt an der Südwestküste von Island.

Die Menschen in Island

Isländer stammen meist von nordischen Siedlern ab. Durch die relative geografische und kulturelle Isolation der vergangenen Jahrhunderte, gibt es Spuren der isländischen Geschichte im Überfluss. Island nutzt das alte System der Patronymika gemeinsam mit ganz Skandinavien. Kinder haben Nachnamen mit dem ersten Namen ihres Vaters gefolgt durch eine Endsilbe „-son“ oder „-dòttir“, (Sohn/Tochter). Die Mehrheit der Bevölkerung hat also relativ ähnliche Nachnamen. Durch die hohen Standards in der Gesundheitsvorsorge und die gesunde Ernährung haben die Isländer eine der höchsten Lebensqualitäten.

Wie spricht man in Island?

Die Landessprache Isländisch leitet sich aus dem Altnordischen ab, das in den meisten
Ländern Nordeuropas gesprochen wurde. Islands relative Isolation hat dafür gesorgt, dass die ursprüngliche Grammatik und der Wortschatz erhalten geblieben sind. Deshalb können Isländer in der Regel auch historische Manuskripte in altnordischen Handschriften lesen. Im modernen Isländisch haben sich besonders Aussprache und Vokabular verändert. Englisch wird von der Mehrheit der Bevölkerung gesprochen, da es ab einem Alter von zehn Jahren in der Schule ein Pflichtfach ist.

Religion in Island

Neunzig Prozent der Bevölkerung gehören der lutherischen Kirche an, etwa ein Prozent der römisch-katholischen Kirche. Obwohl die ersten Siedler ursprünglich Heiden waren, konvertierte Island im Jahre 1000 nach Christus in Folge einer parlamentarischen Entscheidung zum Christentum. Einige heidnische Bräuche spiegeln sich bis heute in Symbolen und Feiern wider.

Namaskard Hverir Ferdam

Kultur in Island

Isländer stammen weitgehend von nordischen und keltischen Siedlern ab, noch heute besteht eine starke Verbindung zu Skandinavien. Die Familie ist Isländern enorm wichtig, traditionelle Familientreffen sind ein fester Bestandteil des Alltags. Das Land ist sehr kinderfreundlich
und verfügt über eine höhere Geburtenrate als jeder andere Staat in der Europäischen Union.
Wegen der nachhaltigen Produkte und der gesunden Umwelt haben die Isländer eine hohe Lebenserwartung.
Von ihrer Mentalität her sind Isländer kreativ und handeln sehr eigenverantwortlich. Das Bildungsniveau im Land ist hoch, das Interesse an Kunst und Kultur weit verbreitet. Vor allem wollen die Isländer Spaß haben. Sie arbeiten hart, aber amüsieren sich genauso gern und lieben es, ihr Land mit Besuchern zu teilen. Es ist keine Übertreibung: Wenn Sie einmal in Island waren, haben Sie dort für immer Freunde gefunden.

Einreisebestimmung:

Island ist Mitglied im Schengener Verbund. Um weitere Infos über die Einreiseformalitäten findet man unter www.utl.is/english

Geld und Banken:

Banken haben von Montag bis Freitag von 09:0o Uhr bis 16:00 Uhr geöffnet. Bankautomaten sind in allen besiedelten Bereichen zu finden. Alle bekannten Kreditkarten werden akzeptiert, speziell auch in Restaurants, Hotels, Geschäften und Tankstellen. Travellerschecks werden in vielen Hotels und Touristinformationszentren akzeptiert.  Visa und MaserCARD sind die Hauptanbieter für Kreditkarten.

Mit dem Auto unterwegs in Island:

Die Ringstraße Nummer 1 läuft rund um die Insel Island und ist 1.332 km lang. Grundsätzlich gilt eine Fahrtgeschwindigkeit von 50km/h in Stadtbereichen, 80 km/h auf Landstraßen und 90 km/h auf Asphaltstraßen.

 

 

Unsere Tipps für Ihren Aufenthalt in Island:

Nationalparks in Island:

Island hat drei Nationalparks. Pingvellir liegt zwischen dem Nordatlantik und der Eurasischen Platte. Historie, Kultur und geologische Sehenswürdigkeiten. Der Park gehört zum UNESCO Weltkulturerbe.

Snaefellsjökull Nationapark zeigt einen Vulkan und einen Gletscher, eingetaucht in Mystik und Romantik: er ist der einzige Park welcher von der Küste bis zu einem Berggipfel reicht und ist der größte Nationalpark Europas mit einer Fläche von 13.600 qkm mit den Gebieten Vatnajökull Gletscher, Skaftafell, Jökulsárgljúfur, Lakagigar und Langisjór.

 

Neue Angebote in den Regionen

 

West-Island: Eistunnel und Hotel Húsafell

Im Sommer 2015 eröffnet unter dem Langjökull, dem mit etwa 925 Quadratkilometern zweitgrößten Gletscher Islands, der größte Eistunnel Europas. Besucher entdecken auf ihrer Tour ins Eis den Gletscher von innen und erfahren alles über seine Entstehung. Auch Veranstaltungen sollen hier stattfinden, in einer kleinen Kapelle kann sogar geheiratet werden (www.icecave.is). Im nächstgrößeren Ort, Húsafell, eröffnet im Juni das neue „Hótel Húsafell“, ein 4-Sterne-Haus mit 36 Zimmern und einem Restaurant für 110 Gäste (www.hotelhusafell.com).

 

Reykjanes: Kayaktouren, Wanderungen und Off-road-Familienabenteuer

Islands raue Schönheit vom Wasser aus erleben: Der neue Anbieter „Reykjanes Seakayak“ bietet zweistündige Kayaktouren in kleinen Gruppen von zwei bis acht Personen in der Reykjanes-Bucht an. Die Touren führen von Þórustaðir zum beliebten Fotomotiv des Gerðistangi-Leuchtturms und zurück (www.seakayak.is). Ebenfalls neu: der Touren-Anbieter AWOL der drei Gebrüder Karlsson, die Reykjanes wie ihre Westentasche kennen und Gästen auf Wanderungen und Fahrten abseits der Touristenpfade ihre Heimat zeigen – schwarze Strände, dramatische Klippen und geheime Vulkan-Krater inklusive (www.awol.is). Der Offroad-Spezialist „Atv Adventures“ hat seit dem Winter 2014/2015 neue familienfreundliche Angebote im Programm, wie Mountainbike- oder Buggy-Touren (www.atv4x4.is). In Grindavík ist 2015 außerdem die Eröffnung eines neuen Hotels geplant, des Hotel Lava mit 72 Betten in 36 Zimmern.

 

Westfjorde: Schlauchboot-Wal-Safari und Island-Pferde, Yoga-Tour und Kräuterwanderung

Schlauchboot-Safari: Auf der neuen vierstündigen Wal-Beobachtungstour im Festrumpfschlauchboot von West Tours erleben Gäste von Isafjorður aus Wale, Seehunde und Vögel in ihrer natürlichen Umgebung (www.westtours.is/summer/rib- boat-whale-watching-safari/2030/). Der Veranstalter Westfjords Adventures hat gleich zwei neue Touren im Angebot:

Auf einer Kräuter-Wanderung im Sauðlauksdalur-Tal sammeln die Teilnehmer Nutzpflanzen für medizinische und kulinarische Zwecke, bei einer Yoga-Tour von Breiðavík nach Lambavatn erleben sie die majestätische Landschaft mit Yoga-Übungen besonders intensiv. Darüber hinaus gibt es seit 2014 den neuen Reittouren-Veranstalter Fosshestar, der Ausritte in Ísafjörður und Umgebung für Anfänger und Fortgeschrittene anbietet (www.fosshestar.is).

 

Nord-Island: Feuer und Eis – Vulkan-Watching & Schnee-Action

Zusehen, wie neues Land entsteht: Im Norden Islands führen Tagestouren von Mývatn oder Húsavik zu Aussichtspunkten am Rand des Gletschers Vatnajökull, von denen aus man die derzeitige Eruption des Bárðarbunga aus sicherer Entfernung beobachten kann. Neben dem faszinierenden Naturschauspiel stehen in Nordisland Winterabenteuer aller Art im Fokus: Wintersportler können nun alle fünf nordisländischen Ski-Gebiete an fünf Tagen mit dem „5×5 Ski-Pass“ erleben. Der Veranstalter Arctic Freeride ist auf Touren mit Pistenraupen spezialisiert. Von den trutzigen Kettenfahrzeugen aus können Gäste die Nordlichter bewundern, auf Sightseeing-Tour gehen oder sich auf den 984 Meter hohen Berg Múlakolla bringen lassen, um per Ski oder Snowboard die Abfahrt zu wagen (www.arcticfreeride.com). Auch neue Unterkünfte hat der Norden zu bieten: Im idyllischen Siglufjörður eröffnet am 1. Juni das neue „Hotel Sigló“ (www.siglohotel.is), im Wald Kjarnaskógur südlich der zweitgrößten isländischen Stadt Akureyri können Gäste ab Juni im neuen „Hotel Kjarnaskógur“ übernachten.

 

Ost-Island: Natur und regionale Spezialitäten

Der ostisländische Veranstalter Travel East bietet facettenreiche neue Touren an: Im Frühling und Herbst gehen Teilnehmer der neuen mehrtägigen „Living with Nature“- Touren mit einem Fischer auf Beutefang und lernen, wie man regionale Spezialiäten wie Fisch oder Rentier zubereitet. Beim zweitägigen Winter Adventure warten verschiedene Aktivitäten, auf einer dreistündigen Schneeschuh-Tour folgen die Gäste den Spuren von Schneehühnern, Schneeammern, Füchsen und Rentieren. Mit der neuen „Fortitude Day Tour“ des Anbieters „Meet the Locals“ entdecken Krimi-Freunde außerdem 2015 die Drehorte der neuen britischen Fernseh-Serie „Fortitude“. Im Fischerort Eskifjörður am Westufer des gleichnamigen Fjordes eröffnet dieses Jahr das Puffin Hotel mit 16 Doppelzimmern (www.puffinhotel.is).

 

Süd-Island: Vulkan-Museum und Pferdewelt

Mitreißend und berührend: Seit 2014 zeigt das Eldheimar Museum auf den Westmännersinseln, wie 5.000 Bewohner bei einem Vulkanausbruch auf der Insel Heimaey 1973 dem Lavastrom entflohen und wie aus einer niedergebrannten und von Asche überdeckten Stadt neues Leben erblühen konnte (www.eldheimar.is). Islandpferde stehen im Mittelpunkt der neuen „Icelandic Horse World“ bei Hella mit Besucherzentrum, Ställen und Stall-Café (www.iceworld.is). Actionreiche Reiseerlebnisse bieten der neue Veranstalter „South Iceland Adventure“ in Hvolsvöllur (www.siadv.is) und „Into the Wild Super Jeep Adventure“ bei Seljalandsfoss (www.intothewild.is). Darüber hinaus gibt es gleich mehrere neue Unterkünfte: die Hotels „Stracta Hotel Hella“ (www.stractahotels.is), „Hotel Borealis“ in Grímsnes (www.hotelborealis.is) und „Mengi Kjarnholt“ am „Golden Circle“ (www.mengi- kjarnholt.com), das „Hostel Úlfljótsvatn“ auf dem Gelände des gleichnamigen Pfadfinder-Centers mit Spielplätzen, Bootsverleih, Hindernis-Parcours, Sportstätten usw. (www.ulfljotsvatn.is) sowie das „Farmer‘s Guest House“ bei Hella (www.meiritunga.is).

Reykjavik: Erlebnis-Ausstellungen und Kunst

Die isländische Hauptstadt lockt seit Februar 2015 mit Europas größter Wal- Erlebnisausstellung    „Whales      of    Iceland“    (www.whalesoficeland.is)    sowie mit „Reykjavik Escape“, einem „Live-Spiel“, bei dem Besucher sich in Gruppen von drei bis fünf Personen aus einen Raum „befreien“ müssen, indem sie gemeinsam Rätseln, Puzzeln und Geheimnissen auf die Spur kommen – und dafür haben sie nur 60 Minuten Zeit (www.reykjavikescape.com). Kunstinteressierte haben mit der neuen „Tolli Art Gallery“ eine neue Anlaufstelle (www.tolli.is). Außerdem wird Ende März 2015 das „Culture House“ unter dem neuen Namen Safnahúsið („Museumshaus“) wiedereröffnet, das mit der Dauerausstellung „Point of View“ die Geschichte der isländischen Kunst von der Zeit der ersten Siedler bis heute zeigt. Neue, zentral gelegene Hotels in Reykjavik sind unter anderem die zwei gehobenen Häuser Apótek Hótel (www.keahotels.is/apotek-hotel) und Alda Hotel (www.aldahotel.is) sowie das 22 Hill Hotel (www.22hillhotel.is). Darüber hinaus eröffnen in der lebendigen Szene der isländischen Hauptstadt fortwährend neue Restaurants, Cafés und Bars, die schnell zu In-Treffpunkten werden.

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Die neuen Web-Auftritte: Süd-Island: www.south.is /

West-Island: www.west.is /

Westfjorde: www.westfjords.is /

Ost-Island: www.east.is /

Reykjanes: www.visitreykjanes.is /

Nord-Island: www.northiceland.is