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Oktoberfest 2013

Das Oktoberfest

Nach Schätzung der Festleitung kamen 6,4 Millionen Gäste auf die Theresienwiese und tranken 6,7 Mio Maß Bier. Auf der Oidn Wiesn wurden 540.000 Besucher gezählt (2011 mit 18 Tagen: 535.000 Gäste).

Die Tracht liegt auch bei Kälte und Regen immer noch im Trend. Viele englischsprachige Wiesn-Fans von Australien bis USA wurden gesichtet, ebenso Gäste aus Asien, Osteuropa, Afrika und den Arabischen Ländern. Anscheinend wegen der Wirtschaftslage sind viele Italiener dieses Jahr nicht auf die Wiesn gekommen. Das Ausgabeverhalten der Festgäste war gedämpft. In den kühlen Abendstunden blieben die Euros im Geldbeutel und klingelten nicht in den Kassen beim Straßenverkauf oder bei den Schaustellern. Gezielt wurde ausgegeben, Qualität ging vor Quantität.
Insgesamt sind Festleitung, Schausteller, Marktkaufleute und Wirte mit dem Verlauf der Wiesn zufrieden.

Herr Reiter beim Abschluss-Pressegespräch zum Oktoberfest

Herr Reiter beim Abschluss-Pressegespräch zum Oktoberfest

Oide Wiesn
Die Oide Wiesn öffnete in diesem Jahr zum zweiten Mal ihre Tore. Gamsbart und Krachlederne wurden von Jung und Alt ausgeführt, Waschdirndl und Festtagsgwand drehten sich auf den Tanzböden. Traditionalisten des bayerischen Brauchtums und die Szenegänger der trendigen VolXmusik vermischten sich mit Münchner Familien zu einem Fan-Club der Oidn Wiesn. Sehr positiv wurde von den Gästen aufgenommen, dass Kinder unter 14 Jahren freien Eintritt hatten, und dass der Wiedereinlass ermöglicht wurde.

Die Wiesn kulinarisch
Die Küchen auf dem Oktoberfest bieten für jeden Geschmack das Richtige. Von der herzhaften Schweinshaxn bis zur fränkischen Bratwurst, vom Steckerlfisch bis zum Kesselfleisch reicht die Speisekarte. Dabei ging der Absatz des klassischen Wiesn-Hendls leicht zurück. Wer die Wahl hat, hat die Qual. Viel Aufmerksamkeit bekamen die veganen Gerichte, die dieses Jahr erstmalig in drei Gastrobetrieben auf der Wiesn angeboten wurden.
In der Ochsenbraterei wurden 114 Ochsen verspeist. Die Kalbskuchl meldet einen Verzehr von 58 Kälbern.
Die Oktoberfest-Gäste tranken insgesamt 6,7 Millionen Maß Bier.  Wetterbedingt lieber im Festzelt als im Biergarten.
Die süßen Wiesn-Schmankerl reichten von Leckereien aus Omas Zeiten wie Pfefferminzbruch, Bärendreck und Riesenweingummi bis hin zu neuen Kreationen im Schokofrüchtebereich wie der Ananaserdbeere.

Her mit den Krügen!
Aufmerksame Ordner nahmen den Andenkenjägern rund 81.000 Bierkrüge in den Zelten und an den Ausgängen des Festgeländes ab.

Die Schaustellerei
Der 3. Oktober, der „Tag der Deutschen Einheit“, war dank des Sonnenscheins ein sehr erfolgreicher Tag für die Schausteller. Über die Schaustellerstraße flanierten viele Familien. Die Karussells, Achterbahnen,
Laufgeschäfte und Spielbuden „brummten“. Die Neuheiten „Cobra“, „Odyssee“, „Pirates Adventure“ und „Sky Fall“ waren bis Ende des Festes stark frequentiert. Das Interesse an den Volksfest-Attraktionen war generell spürbar. Wetterbedingt muss jedoch von Umsatzeinbußen im Schaustellerbereich bis zu 20 Prozent im Vergleich zu den letzten Jahren gesprochen werden.

Souvenirs, Souvenirs
Gut behütet bummelt die Besucherin über die Wiesn. Natürlich mit schmückender Feder am Hut, die es an den Standln zu kaufen gab. Die erstmals angebotenen Logo-Westen waren gegen Wiesn-Ende bereits
ausverkauft. Ein kleines Mitbringsel wird gerne geordert: Ministeinkrüge, Lebkuchenherzerl und Logo-Pins.

Wiesn-Hit Fehlanzeige
Auch am Ende der Wiesn brachte die Wiesn-Hitparade keinen Sieger hervor. Oft gespielt wurden „Rock mi“ von Voxxclub, „I sing a Liad für di“ von Andreas Gabalier, aber auch „Fürstenfeld“ von S.T.S., „10 Meter
gehn“ von Chris Boettcher und das „Fliegerlied“ von Donikkl. Oldies wie „Skandal im Sperrbezirk“ der Spider Murphy Gang, Doris Days „Que sera“ oder Drafi Deutschers „Marmor, Stein und Eisen bricht“ sind immer noch wiesntauglich. Über allem die Hymne des Bieres „Ein Prosit der Gemütlichkeit“.

Polizei
Die Polizei spricht von einer „normalen Wiesn“ mit ruhigem Verlauf und lobt ausdrücklich die Sicherheitspartnerschaft zwischen Beschickern, Behörden, Bayerischem Roten Kreuz (BRK) und den Sicherheitskräften.

Bayerisches Rotes Kreuz (BRK)
Das BRK vermeldet einen erfreulichen Verlauf der Wiesn 2013.

Kinderfundstelle und Jugendamt
Bis Samstagabend wurden 155 Kinder in den Räumen der Kinderbetreuungsstelle gewickelt oder gestillt. Acht verloren gegangene Kinder wurden von den Mitarbeiterinnen der Kinderfundstelle des BRK Kreisverbands München betreut sowie 27 Kinder und Jugendliche vom Personal des Jugendamtes der Landeshauptstadt München.

Security Point

Im Rahmen der Aktion „Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“ stand mit dem Security Point auf dem Oktoberfest wieder eine Anlaufstelle für Frauen in unterschiedlichsten Notlagen auf dem Oktoberfest zur
Verfügung. Betreut wurde dieser Service von geschulten Mitarbeiterinnen der Initiativen AMYNA – Institut zur Prävention von sexuellem Missbrauch, IMMA – Initiative Münchner Mädchenarbeit und dem Frauennotruf München, die mit Rat und Tat hilfesuchenden Wiesn-Besucherinnen zur Seite standen. Mit diesem spezifischen Hilfsangebot für Mädchen und Frauen ist das Oktoberfest weltweit führend und wird seiner Vorbildfunktion als innovatives Volksfest gerecht.

Fundstücke
Bis Wiesn-Schluss zählte das Wiesn-Fundbüro rund 4.200 Fundstücke, darunter 1.065 Ausweise, 940 Kleidungsstücke, 520 Geldbörsen, 400 Schlüssel, 320 Smartphones und Handys, 300 Taschen, Rucksäcke
und Beutel, 260 Brillen, 110 Schmuckstücke und Uhren, 50 Fotoapparate, 35 Regenschirme und Stöcke sowie 30 Hirschfänger. Als Kuriosa wurden während der Wiesn 2013 abgegeben:
Ein Segway, ein Skateboard, zwei Eheringe, eine Stele in Form eines Bleistifts, ein Kindle-Reader, ein Laptop, ein Hörgerät und ein Teilgebiss. Vermisst werden noch 50.000 Euro in bar, eine Trommel und eine Gitarre. Es erkundigte sich jemand nach seinem Personalausweis, den er bei der Bedienung hinterlegt hatte, weil er nicht genügend Geld für die Zeche dabei hatte.
Die Branddirektion spricht von einer „normalen“ Wiesn. Die präventiven Sicherheitsmaßnahmen und die umfangreichen Einsatzplanungen haben sich erneut bewährt.
Das Gesundheitsamt meldete keine besonderen Vorkommnisse.

Strom, Gas, Wasser
Der Stromverbrauch von 3,03 Millionen Kilowattstunden liegt mit circa 8,3 Prozent über dem Verbrauch der Wiesn von 2011 (bereinigt auf 16 Tage).

Die höchste Tagesspitze wurde am 2.10. mit 14.334 Kilowatt um 20 Uhr gemessen. Am Tag der deutschen Einheit war der höchste jemals gemessene Tagesverbrauch mit 207.576 Kilowattstunden.
Der Wasserverbrauch liegt mit circa 105.000 Kubikmeter leicht unter dem Verbrauch von 2011.
Der Gasverbrauch wird mit 230.000 Kubikmeter circa 20 Prozent über dem vergleichbaren Zeitraum von 2011 liegen. Einen großen Anteil daran hat der enorme Anstieg von 160 Prozent bei den Gartenheizungen. Dieser Anstieg resultiert aus den sehr kühlen, aber trockenen Tagen seit Mitte der ersten Woche.
Wieder einmal konnte das größte Volksfest der Welt störungsfrei von den Energiespezialisten der SWM abgewickelt werden.
Wiesn-Pressestelle
Die Pressestelle zählte rund 3.951 Journalistenkontakte aus dem In- und Ausland wie Australien, Argentinien, Bosnien-Herzegowina, Brasilien, China, Frankreich, Italien, Japan, Luxemburg, der Niederlande, Österreich,
Peru, Rumänien, Russland, Ukraine, Schweiz, Slowenien, Spanien, der Tschechischen Republik, Türkei und den USA.

Es wurden 454 Dreh- und Fotogenehmigungen an verschiedene Film- und TV-Teams sowie Onlinedienste erteilt. 44 Pressemitteilungen mit einer Auflage von rund 9.000 Stück wurden im Vorfeld und während der Wiesn ausgegeben.

Engagierter Einsatz aller Beteiligten: Alle Dienststellen im Servicezentrum leisteten auch in diesem Jahr einen
großartigen Einsatz. Die Festleitung dankt allen Kolleginnen und Kollegen sowie allen Wiesn-Beschickern für die gute Zusammenarbeit!

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