Aus der Steinzeit der Weltmusik von A(frika) bis Z(igeuner)
Freitag, 27.02.2015, 19 Uhr

Das Bild des Fremden auf Schallplatten vor dem „CD- und Weltmusik-Zeitalter“.
Audio- und Video- Reflexionen von und mit Kalle Laar
Wie es in die Welt hinein schallt, so schallt es zurück. Deutschland von außen gesehen. Anmerkungen von Kalle Laar
Das Fremde in Vinyl: Schallplattencover-Poesie. Lesung mit Karin Sommer
Moderation Karin Sommer und Stefan Eisenhofer

Die Schallplatte war von den 1950er bis zu den 1980er Jahren das moderne Audio-Medium schlechthin, und zwar nicht nur für alle musikalischen Genres, sondern auch für sämtliche Botschaften, die sich klanglich oder sprachlich bemerkbar machen wollten – von der Literatur bis zur Politik, von der Werbung bis zur Kunst. Ein wesentlicher Teil des Gesamtpaketes Schallplatte war das Cover, auf dem sich der Zeitgeist in besonderer Weise abgebildet hat. Doch erst allmählich beginnt man das Schallplattencover als Quellenmaterial der jüngsten „Visual History“ wahrzunehmen und zu analysieren.

Der Musiker, Performancekünstler und Schallplattensammler Kalle Laar gibt einen kleinen Einblick in die Geschichte der Musik „fremder Völker“ in Deutschland: Wie wurde „das Fremde“ dargestellt – und zwar sowohl der nächste Nachbar als auch der zunächst noch unerreichbar weit entfernte „Exot“? Welche gängigen Bilder wurden hier aufgegriffen oder vielleicht erst erschaffen? Und wie stellte sich Deutschland selber dar, wie wurde es von außen als „fremdes Land“ gesehen?

Eine kleine Wohnzimmerreise um die Welt, von Italien bis Hawaii und zurück – mit einem Exkurs über Judaika und die Erinnerung an den fast vergessenen Afrikaforscher, Schriftsteller und Ethnographen Rolf Italiaander.

Eintritt 5.- / 3.- €. Ermäßigter Eintritt für Mitglieder des Freundeskreises.

Für Speisen und Getränke sorgt max2 – das Café im Museum Fünf Kontinente.