Am Donnerstag, dem 16. April um 19 Uhr haben wir Htein Lin zu Gast im  Museum Fünf Kontinente.

Htein Lin zählt zu den bekanntesten Künstlern Myanmars. Seine Karriere begann er als Komiker und Schauspieler. Mittlerweile konzentriert er sich auf Malerei, ersinnt und baut Installationen und ist Performance-Künstler. Daneben arbeitet er als Schriftsteller, Kunstkritiker, Gesellschaftskritiker, Poet und nicht zuletzt Biograph seiner Werke.

Bei den 1988 beginnenden Demonstrationen der myanmarischen Demokratiebewegung schloss er sich der studentischen Protestbewegung des Landes an. Sein Engagement im Untergrund brachte ihm eine lange Haftstrafe von 1998 bis 2004 ein. Diese vermochte nicht, ihn zu brechen, sondern wurde ihm im Gegenteil zur Hauptinspiration für seine Kunst, verstärkte sein Interesse an Buddhismus und Meditation. Dieser Zweig seiner Betätigung mündete unter anderem in Kunstwerke wie die in der Münchner Myanmar-Ausstellung gegenwärtig zu sehende Installation aus 108 schwarzen Almosenschalen aus Lack, die er auf eine Schnur reihte wie die Perlen eines Rosenkranzes.

Momentan arbeitet er an der zeitlich und räumlich groß angelegten Performance „A show of Hands“, bei der er unzählige Gipsabdrücke der Hände ehemaliger politischer Gefangener nimmt und sie im öffentlichen Raum zu einer dreidimensionalen Installation zusammen mit der Leidens- und Lebensgeschichte dieser Menschen fügt.

Bei seinem Auftritt am 16. April 2015 um 19 Uhr im Museum Fünf Kontinente wird er dem Publikum unter anderem erklären, wie die jahrzentelangen Restriktionen, unter denen er leben musste, seine Kunst beeinflussten. Ferner wird er berichten, wie die momentanen Umwälzungen der Verhältnisse in Myanmar sich auf die Kunstszene des Landes auswirken.

Wir sind überaus geehrt, Htein Lin bei uns begrüßen zu dürfen und möchten unseren Besuchern und Freunden diese einmalige Veranstaltung hiermit frühzeitig nahe legen.

Mehr Information zu Htein Lin finden Sie hier: www.hteinlin.com

Der Eintritt ist frei. Wir freuen uns auf Sie.