Die Fotoausstellung Refugio München zeigt im Rahmen einer mehrteiligen Veranstaltungsreihe  für Flüchtlinge und Folteropfer bildliche Zeitdokumente, die vom 2. Februar bis 3. März im Kulturzentrum Gasteig in München zu sehen ist:

Überleben – Weiterleben
Europäische Flüchtlingspolitik zwischen Aufnahme und Abwehr
Bis Oktober 2014 hatten Bootsflüchtlinge im Mittelmeer mehr Chancen, Europa zu erreichen. Im Rahmen der Aktion „Mare Nostrum“ konnten letztes Jahr von italienischen Behörden 140.000 Flüchtende gerettet werden. Dem gegenüber stehen mehr als 23.000 Menschen, die seit 2000 an Europas Außengrenze ihr Leben verloren haben. Die Aktion „Mare Nostrum“ wurde durch „Triton“ (Frontex) ersetzt. Damit wurde die Rettung drastisch zurückgeschraubt.
Der italienische Fotojournalist Marcello Carrozzo war Zeuge von dramatischen Rettungsaktionen. In eindrucksvollen Bildern zeigt er die Ankunft von leidenden und erschöpften Menschen an Italiens Küste. In kurzen Sequenzen dazu werden auch die Fluchtgründe dokumentiert. Nach mühsamer Flucht auf dem Landwege wagen Frauen, Männer und Kinder die gefährliche Passage in meist untauglichen Booten. Sie haben überlebt. Wie werden Sie weiter leben? Sind sie in Europa willkommen?

02.02.–03.03., Gasteig, Foyer Kleiner Konzertsaal (Vernissage am 02.02. ab 18:00 Uhr)

Bildnachweis: Marcello Carrozzo