Befreit aus den Zwängen der Tracht packen ZWOASTOA ihren Dialekt in Reggae,- Elektro,- und Worldmusik. „A jeda woas wo´s higehd, aba koana woas an Weg“. Immer groovig mit pointierten Texten, aufgstanzld vom bairischen Derwisch Wiggal, bringen ZWOASTOA jeden Hintern zum Wackeln.

Scheiss da nix, dann feit da nix! So lautet der titelgebende Spruch des dritten Zwoastoa Albums, wenn man in ganz ausschreibt. Banal ist das nur auf den ersten Blick. Es offenbart sich bei genauerer Betrachtungsweise eine viel tiefere philosophische Wahrheit, eine bodenständige Erkenntnis in diesem bayerischen Satz. “Den Mutigen gehört die Welt”, “Wer wagt, gewinnt” oder “Frech kommt weiter” sind da nur vage Pendants, treffen es nicht wirklich, bringen es nicht so simpel und reimvoll auf den Punkt. Ist das etwa der vielbeschworene Bairisch-logische Nihilismus?


Für Zwoastoa ist es jedenfalls weit mehr als nur ein Spruch. Es ist ein Motto, ein Aufruf. Eine Mahnung zu mehr Gelassenheit, zu weniger Konformität. “Scheiss da nix” steht für den Appell an das Bauchgefühl und wider die reine Vernunft, gegen die blinde Obrigkeitshörigkeit genauso wie gegen Ohnmachtsgefühl und Resignation. Unsere Gesellschaft scheint am Ende ihrer geistigen Gesundheit angelangt. Da kommen die 5 Musiker um Ludwig “Wiggal” Wiedenmann gerade recht. Die scheißen sich nix. Will heißen, die haben den Mut, das zu sagen, was sich andere höchsten denken. Und sie packen das auch auf Ihrem dritten Album in unglaublich tanzbare, Genre übergreifende Songs, die einfach Lust auf’s Leben machen. “Teilzeitarbeit für alle, des war’ doch a Sach” heißt es da im Reggae “Schee is”, denn dann wäre ja immer noch genug für alle da. Das ist so simpel wie es wahr ist. Und Wahrheiten erkennt der Mensch bekanntlich sofort. “I sammel scheene Tag’, scheene Stunden, was I g’lebt hab’ hab’ I g’lebt, na na, des nimmt ma koana mehr weg”, singen Zwoastoa im Lied “Da Sammler”. Wer kann da widersprechen? Scheiß da nix ist ein Album für jeden. Eine musikalische Anregung zum Denken und Handeln und gleichzeitig eine Aufforderung zum Tanz.

AZ: “Selten hat man im Münchner Theatron so viele glückliche Gesichter gesehen wie beim Konzert des Münchner „Gstanzl Sound System“ Zwoastoa. Der mitreißende Mix der fünfköpfigen Band aus Reggae-Rhythmen, Rock, Elektronik und geistreichen Texten macht gute Laune.”

Home of Rock:
… immerhin hat man eine solche Melange zeitgenössischer Popmusik in einer Regionalsprache bisher noch nicht gehört, auch wenn die Einflüsse durchaus nicht nur regional beschränkt sind, sondern von Reggae über Rap und Folk bis hin zu weltmusizierenden Menschen wie Hubert von Goisern oder dessen Oberösterreichischen Nachbarn Attwenger reichen. … die wirklich gut produzierte Darbietung dieses völligen Musik-Kreuzüber gibt den letzten Anstoß: ZWOASTOA sind eine dicke Hoffnung für die nächsten Jahre.

www.zwoastoa.de

VVK 10,00 Euro
AK 15,00 Euro