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Sichere Wiesn – bereits im Vorfeld zum Oktoberfest waren die Helfer der Imma e.v. in Schulen unterwegs, um auf das Unterstützungsangebot für junge Frauen aufmerksam zu machen. In den Toiletten der Wiesn und bei den Bedienungen der Festzelte war der Security Point  bekannt. Das Angebot wurde gut angenommen und half sicherlich vielen Mädchen und Frauen weiter, um mit Belästigungen auf dem Oktoberfest umgehen zu können.

Die Aktion „Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“ hat zwei arbeitsame Wiesnwochen hinter sich.

Insgesamt wurden 154 Mädchen und Frauen betreut. Der Großteil der Arbeit lag im Bereich der vorbeugenden Hilfeleistung, um Mädchen und Frauen in Notsituationen vor sexuellen Übergriffen zu schützen und ihren gefahrlosen Heimweg zu sichern. Auch dieses Jahr kamen jedoch Mädchen und Frauen in dramatischen Krisensituationen zum Security Point – z.B. nach sexueller oder körperlicher Gewalterfahrung.
Hilfe am Security Point für Mädchen und Frauen

Für die fünf Fachfrauen und 43 ehrenamtlichen Frauen am „Security Point für Mädchen und Frauen“ endet ein arbeitsames Oktoberfest 2013:

Das Gedränge, die Größe des Festes und der ungewohnt hohe Alkoholgehalt des Bieres auf dem Oktoberfest stellen für viele Mädchen und Frauen eine Überforderung dar. Die Klientinnen am Security Point befanden sich oft in Krisensituationen, weil sie FreundInnen, den Partner oder die Gruppe sowie Wertsachen und Handy verloren hatten. In Kombination mit übermäßigem Alkoholkonsum konnte die Situation für sie eskalieren, da sie dadurch in ihrer Eigenschutzfähigkeit eingeschränkt waren und so leichter Opfer sexueller Übergriffen werden konnten. Die Betreuung am Security Point versteht sich aus diesem Grund in den meisten Fällen als vorbeugende Hilfe – z.B. um einen sicheren Heimweg zu gewährleisten.

Hilfe erhalten Mädchen und Frauen von den Mitarbeiterinnen am Security Point durch Krisenintervention und Beratung sowie durch weitere Hilfeleistungen: Recherche, z.B. nach dem Hotel oder nach Telefonnummern (56x) oder Ausleihe von Geld oder Kleidungsstücken (24x). 58 mal mussten Mädchen und Frauen begleitet werden (z.B. zu Treffpunkten oder zur U-Bahn), insgesamt 24 mal wurde sogar der eigene Fahrdienst der Aktion eingesetzt – damit ein sicherer Heimweg gewährleistet werden konnte. Insgesamt bot der Security Point mit 344 Leistungen Hilfe in Not- und Krisensituationen.

Auffällig oft wurde der Security Point dieses Jahr von jungen Münchnerinnen und Frauen aus ganz Deutschland in Anspruch genommen (ca. zwei Drittel). Geringer als in den Vorjahren fiel der Anteil hilfsbedürftiger Touristinnen aus: ein Drittel der Frauen und Mädchen waren Touristinnen aus insgesamt 16 verschiedenen Nationen, vor allem aber aus den USA. Verstärkt durch die Ortsunkenntnis und die Sprachbarrieren wissen sich Touristinnen auf dem Oktoberfest erfahrungsgemäß häufig nicht mehr alleine zu helfen, wenn sie z.B. ihre Reisegruppe verloren haben und diese auch nicht mehr kontaktieren können.

Das Alter der meisten Klientinnen lag wie in den Vorjahren bei 15 bis 25 Jahren. Nicht nur junge Frauen benötigen jedoch Hilfe auf dem Oktoberfest: Die älteste Klientin war 70 Jahre alt.
Leider endete der Oktoberfestbesuch für manche Mädchen und Frauen dramatisch: Sexuelle Gewalt (2x) bzw. drohende sexuelle Gewalt (2x) waren auch dieses Jahr wieder Auslöser für den Betreuungsbedarf. In weiteren zwei Fällen kamen Mädchen und Frauen aufgrund körperlicher Gewalterfahrung zum Security Point. Zweimal war der Verdacht auf K.O.-Tropfen nicht auszuschließen. Die Verweildauer von Mädchen und Frauen war in diesem Jahr ausgesprochen lange. Die psychische Verfassung und der intensive Beratungsbedarf der Betroffenen machte in zehn Fällen sogar eine Betreuung von vier Stunden oder länger erforderlich – mehrmals bis weit über die Öffnungszeiten des Security Points hinaus.

Insgesamt wurden an 16 Wiesnabenden 154 Mädchen und Frauen in Not- und Krisensituationen betreut. Erwartungsgemäß war der Security Point vor allem an den Wochenenden besonders stark ausgelastet. Die Beratung und Krisenintervention am Security Point fand in erfolgreicher Zusammenarbeit mit der Polizei und dem BRK statt, die ausgesprochen viele Fälle an den Security Point überstellten – denn in vielen Fällen benötigen die Mädchen und Frauen sowohl polizeiliche und medizinische Hilfe als auch psychologische Beratung. Erstmalig gab es jedoch auch einen deutlichen Anstieg bei denjenigen Mädchen und Frauen, die nicht verwiesen wurden, sondern selbst den Security Point aufsuchten.

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